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Interview: Niklas Lechner von Innolend

FactoringPilot.de | letztes Update: 13.08.2018

Niklas Lechner (hintere Reihe, erster von links) von Innolend

Herr Lechner, welches Problem wollen Sie mit Innolend lösen?

Unser Produkt richtet sich insbesondere an mittelständische und stark wachsende Unternehmen, die auf der einen Seite ihre Lieferanten schnell bezahlen müssen und gegenüber größeren Kunden lange Zahlungsziele aufgedrückt bekommen. Die hierdurch entstehende Finanzierungslücke endet auch gerne mal in der Insolvenz des Kundens. Um dieser Gefahr zu entgehen möchten wir kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) helfen ausstehende Forderungen einfach und flexibel finanzieren zu können. Unser Ziel ist es, KMUs bei der Bewältigung dieser Probleme aktiv zu unterstützen und ihnen die passende Finanzierung für ihr Wachstum zu bieten.

Wer sind Ihre Wettbewerber und wie setzen Sie sich gegen die Konkurrenz durch?

Zu unseren größten Konkurrenten gehören sicherlich Banken und Factoring-Dienstleister – sprich die klassischen Anbieter von (kurzfristigen) Finanzierungslösungen. Neben einem komplett onlinebasierten Prozess unterscheiden wir uns jedoch durch zwei wesentliche Merkmale gegenüber anderen Anbietern: Erstens können Unternehmen Finanzierungen auf Einzelbasis abschließen, d.h. Unternehmen müssen keine langfristigen Verträge abschließen. Zweitens wird die Finanzierung der Forderung gegenüber den Kunden nicht offengelegt, sondern lediglich als Sicherheit für einen kurzfristigen Kredit genutzt.

Welches sind Ihre wichtigsten Märkte?

Momentan konzentrieren wir uns ausschließlich auf den deutschen Markt. Wir sehen vor allem hier den Bedarf, eine digitale Finanzierungsmöglichkeit zu schaffen, die Unternehmen unkompliziert, schnell und flexibel den Zugang zu kurzfristigen Kapital ermöglicht.

Planen Sie, Ihr Geschäftsmodell in andere Länder zu exportieren?

Neben Deutschland sehen wir ähnliche Potentiale natürlich auch in anderen Ländern, weswegen wir unser Modell von Anfang an international ausgerichtet haben. So verfügt unsere Partnerbank beispielsweise über den europäischen Banken-Pass, der es uns ermöglicht in allen Ländern der Europäischen Währungsunion zu operieren.

Wie bewerten Sie Risiken für Forderungsausfälle?

Basierend auf verlässlichen Daten von klassischen Kreditbüros haben wir ein eigenes Risikomodell entwickelt, welches eine Vielzahl an Datenpunkten beinhaltet. Viele wichtige Informationen liefern uns beispielsweise die Kontoauszüge der Kunden. Außerdem haben wir eine innovative Lösung entwickelt, die Echtheit der Forderungen zu verifizieren.

Erwarten Sie im Markt der Factoring-Anbieter mittelfristig eine Konsolidierung auf Anbieterseite?

Mit 200 Milliarden Euro Umsatz alleine im letzten Jahr in Deutschland und jährlich 10% Wachstum, bietet der Factoring Markt enormes Potential. Daher glauben wir, dass neben den klassischen Anbietern immer mehr junge Unternehmen in den Markt drängen werden, die mit interessanten Ansätzen bestehende Probleme lösen wollen. Wir sind überzeugt, dass die komplette Branche von Innovationen und neuen Playern profitieren kann und erwarten daher mittelfristig keine Konsolidierung im Markt.

07. Februar 2017

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